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"Unternehmen gegenüber Finanzspekulation stärken"

Visionen2025-Talk mit Dr. Franz Schellhorn und Mag. Dr. Stephan Schulmeister

"Wir haben den Visionen2025-Prozess gestartet, um neue Ideen zu entwickeln. Dafür müssen wir aber auch über den eigenen Tellerrand blicken", erklären Marcus Arige, Vizepräsident des SWV Wien, und Geschäftsführerin Katharina Schinner. Aus diesem Grund lud der SWV Wien den Wirtschaftsforscher Mag. Dr. Stephan Schulmeister sowie den Direktor der Agenda Austria, Dr. Franz Schellhorn, zum Talk.

Optimismus und eine Vision, wohin es gehen soll – das fehle in Österreich, so Schellhorn. Beides sei aber notwendig, damit die Unternehmen mehr in Österreich investieren. Der Direktor der Agenda Austria forderte vor allem zwei Dinge: Gesetze mit einem Ablaufdatum zu versehen und den Verwaltungsapparat zu verkleinern. Das könne für die Innovationsbereitschaft viel bewegen.

Stephan Schulmeister schlug hier eine andere Maßnahme vor: "Das Unternehmertum muss im Vergleich zur Finanzspekulation gestärkt werden." Denn derzeit nehmen die Unternehmen keine Kredite auf, weil sie lieber mit den Gewinnen am Finanzmarkt spekulieren und Klein- und Mittelbetriebe werden durch die Basel-Bestimmungen blockiert.

KÖSt-Konzept nicht notwendig

Die Körperschaftsteuer auf nicht entnommene Gewinne abzuschaffen, wie derzeit von der ÖVP gefordert wird, ist für beide Ökonomen nicht notwendig. Schulmeister erklärte, was es mit der Forderung auf sich hat: "Wenn die Unternehmen die Gewinne bei sich behalten, dann soll das steuerfrei sein und dadurch würden die Realinvestitionen gestärkt werden. Tatsächlich haben aber die Unternehmen in den letzten Jahren immer mehr Finanzinvestitionen getätigt und das würde dann auch steuerfrei gestellt werden."

Damit werden andere UnternehmerInnen, aber auch ArbeitnehmerInnen diskriminiert. "Wenn die Wertpapiere kaufen, müssen sie vorher ihre Einkommen versteuern, die Kapitalgesellschaften nicht", so Schulmeister. Auch sei es ein sportliches Vorhaben, die Steuer- und Abgabenquote zu senken und zugleich das Budgetdefizit abbauen zu wollen, so Schellhorn.

"Immer weiter wachsen oder Arbeitszeit reduzieren"

Beleuchtet wurde aber nicht nur, wie es Österreich wirtschaftlich geht, sondern auch, welche Herausforderungen die Digitalisierung mit sich bringt. Stephan Schulmeister betonte, dass große technische Revolutionen begleitender sozialer Innovationen bedürfen. "Digitalisierung heißt höhere Arbeitsproduktivität. Wir sind entweder gezwungen, ewig weiter zu wachsen, um die Beschäftigung halten zu können oder dazu, die Arbeitszeit zu reduzieren", so der Wirtschaftsforscher.

Schellhorn sieht dabei eine größere Gefahr: Google, Facebook und Co werden den Staaten sagen, wohin die Reise geht, wenn man nicht von Staatsseite bald interveniert und wieder die Marktwirtschaft im digitalen Bereich einführt. Langfristig gesehen seien technologische Schübe bisher jedenfalls gut ausgegangen. "Wir sehen aber noch nicht, was die Digitalisierung konkret bedeuten wird."

Wir müssen uns darüber Gedanken machen, wie sich unser Wirtschaftssystem weiterentwickeln wird. "Das ist notwendig für unsere inhaltliche Arbeit und wir wollen damit maßgeblich den notwendigen Diskurs mitgestalten", schloss Marcus Arige, Moderator des Visionen2025-Talks.